Vom Display zur App: Wie wir mit Kieback&Peter die Smart Building App DDC520 neu gedacht haben

Die DDC520 App von Kieback&Peter ist live. Wir haben gemeinsam mit dem Team bei Kieback&Peter etwas getan, das einfach klingt, aber es ganz und gar nicht war: Wir haben ein Display durch ein Smartphone ersetzt.

Vom Display zur App: Wie wir mit Kieback&Peter die Smart Building App DDC520 neu gedacht haben

Die DDC520 App von Kieback&Peter ist live. 🎉

Was nach einem klassischen App-Launch klingt, ist in Wirklichkeit ein StĂĽck echter Smart-Building-Innovation. Denn wir haben gemeinsam mit dem Team bei Kieback&Peter etwas getan, das einfach klingt, aber es ganz und gar nicht war: Wir haben ein Display durch ein Smartphone ersetzt.

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Worum es geht: Automationsstationen im Gebäudealltag

Stell dir vor, du bist Techniker. Du fährst zu einem Gebäude um die Heizungs- oder Lüftungsanlage einzustellen. Irgendwo im Keller hängt ein kleines Gerät an der Wand: die sogenannte Automationsstation. Sie steuert, wann geheizt wird, wie die Luft zirkuliert und wie warm es in welchem Raum ist.

Früher hatte dieses Gerät ein eigenes, fest verbautes Display. Klein, technisch, nur für Experten lesbar und an die Hardware gebunden.

Die DDC520 von Kieback&Peter hat dieses Display nicht mehr. Stattdessen arbeiten Techniker:innen ab sofort mit einer App. Direkter, schneller und mit der Möglichkeit, Einsätze schon vor dem Termin vor Ort vorzubereiten.

Die Kieback DDC App fĂĽr iOS und Android im Einsatz.

Die zentrale Frage: Wie verbindet man ein Smartphone mit einem Gerät im Keller?

Eine Automationsstation hängt nicht immer in einem perfekt erschlossenen Serverraum. Sie hängt im Keller, im Technikraum, manchmal sogar in einem frisch sanierten Rohbau. Oft ist sie an gar kein Gebäudenetz angeschlossen.

Genau hier lag die eigentliche Herausforderung des Projekts. Die Lösung ist, dass das Gerät sich gar nicht erst über ein Gebäudenetz verbinden muss.

Die DDC520 baut ihr eigenes kleines WLAN auf. Das Smartphone verbindet sich direkt mit dem Gerät. NFC übernimmt den ersten Schritt: einmal kurz dranhalten, ähnlich wie beim kontaktlosen Bezahlen an der Kasse und die Verbindung steht.

NFC kann noch mehr: Konfiguration vor dem Einbau

Der zweite Effekt dieser Architektur ist mindestens so wichtig wie der erste: NFC ermöglicht es, die DDC520 zu konfigurieren, bevor sie überhaupt eingebaut ist Techniker:innen bereiten das Gerät im Lager vor, bevor es im Gebäude installiert wird.

Warum WLAN und nicht Bluetooth?

Eine Frage, die wir intern und mit dem Kieback&Peter-Team intensiv diskutiert haben: Wäre Bluetooth, speziell Bluetooth PAN oder BLE, nicht die naheliegende Wahl gewesen?

Wir haben diese Optionen tatsächlich geprüft. Am Ende fiel die Entscheidung bewusst auf WLAN, und zwar aus zwei Gründen:

1. Die Hauptinteraktion läuft über ein Web-Interface. Die DDC520 stellt ihre Konfigurationsoberfläche als Webanwendung bereit. Für den Zugriff darauf ist WLAN die performanteste Wahl.

2. Langfristige Robustheit. Automationsstationen sind im Gebäudebetrieb sehr lange im Einsatz. WLAN ist über diesen Zeitraum die etabliertere, breiter unterstützte und damit langfristig robustere Technologie im Vergleich zu Bluetooth PAN.

NFC, WLAN und Web-Interface ergeben so ein Zusammenspiel, in dem jede Technologie genau das tut, was sie am besten kann: NFC für den schnellen Verbindungsaufbau und die initiale Konfiguration, WLAN für die eigentliche Arbeit am Gerät.

Was das Projekt geprägt hat: direkte Zusammenarbeit

Technik ist die eine Seite. Die andere ist die Art, wie ein Projekt gefĂĽhrt wird.

Unsere Entwickler:innen haben über die gesamte Projektlaufzeit direkt mit dem Team bei Kieback&Peter gesprochen auf Augenhöhe, ohne Umwege über mehrere Hierarchieebenen. Das klingt selbstverständlich, ist es in der Praxis aber selten.

Dieser direkte Draht hat Entscheidungen beschleunigt, Missverständnisse vermieden und das Produkt am Ende besser gemacht.

Das Ergebnis: Smart Building, das im Alltag funktioniert

Die DDC520 App zeigt, wie moderne Gebäudetechnik aussehen kann, wenn sie vom Anwendungsfall her gedacht wird.

Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team bei Kieback&Peter zum erfolgreichen Launch. Danke an Marcel Bsufka für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und an unser Team Ingmar Baum, Juliane Kleinknecht, Ivan Murzin und Manuel Lukas für die Umsetzung. 🚀

Projekte wie dieses sind genau das, wofür wir bei Hybrid Heroes stehen: Wenn aus einer scheinbar einfachen Idee – ein Display durch ein Smartphone ersetzen – eine Lösung wird, die den Arbeitsalltag vieler Techniker:innen einfacher macht.